Was ist KORA?
KORA ist ein schulisches Programm für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und soziale Kompetenz. Es richtet sich an Kinder ab der Grundschule (Klassenstufe 4) und unterstützt Schulen dabei, Konflikte frühzeitig aufzugreifen, das Klassenklima zu stärken und Kinder handlungsfähiger zu machen.
Im Mittelpunkt steht nicht Kampf oder Härte, sondern ein klarer, kindgerechter Umgang mit schwierigen Situationen: Kinder lernen, ruhig zu bleiben, Gefahren besser einzuschätzen, Grenzen zu setzen, Hilfe zu holen und verantwortungsvoll zu handeln.
KORA steht für:
K – Konzentration
ruhig werden, aufmerksam bleiben, sich sammeln
O – Orientierung
Situationen einschätzen, Gefahren erkennen, eigene Möglichkeiten wahrnehmen
R – Reaktion
klar kommunizieren, Hilfe holen, deeskalierend handeln
A – Abwehr
einfache, altersgerechte Formen der Selbstbehauptung und des Selbstschutzes
Das Programm verbindet Bewegung, Reflexion, Rollenspiele und klare Regeln. So entsteht ein praxisnahes Präventionstraining, das Kinder stärkt, ohne sie zu verunsichern. Ziel ist ein respektvollerer Umgang miteinander, mehr Selbstvertrauen und ein sichereres Verhalten in Konfliktsituationen.
KORA macht Kinder nicht härter — sondern klarer, sicherer und handlungsfähiger.
Warum KORA?
Gewaltprävention an Schulen beginnt nicht erst bei körperlicher Gewalt. Konflikte entstehen oft früher: durch Ausgrenzung, Beleidigungen, Bedrohungen, Gruppendruck oder fehlende Selbstkontrolle. Kinder brauchen deshalb konkrete Strategien, um mit schwierigen Situationen sicher und verantwortungsvoll umzugehen.
KORA setzt genau dort an. Das Präventionsprogramm stärkt Kinder in ihrer sozialen Kompetenz, Selbstbehauptung und Konfliktfähigkeit. Sie lernen, Grenzen zu erkennen, eigene Grenzen klar zu setzen, deeskalierend zu reagieren und sich Hilfe zu holen, bevor Situationen eskalieren.
Für Grundschulen bietet KORA einen praxisnahen Ansatz, der Gewaltprävention, Bewegung, Wertevermittlung und soziales Lernen verbindet. So wird Prävention nicht nur erklärt, sondern aktiv erlebt und im Klassenverband eingeübt.
Der Bedarf ist real
Gewalt, Ausgrenzung und Konflikte gehören für viele Schulen zum Alltag. Aktuelle Erhebungen und Berichte zeigen, dass Schulen zunehmend mit körperlicher und psychischer Gewalt, Bedrohungen und fehlender Handlungssicherheit umgehen müssen.
Deshalb braucht Gewaltprävention mehr als Regeln und Gespräche: Kinder müssen konkrete Strategien einüben, um Konflikte früher zu erkennen, Grenzen zu setzen, Hilfe zu holen und sicher zu handeln.
Flexibel statt starr
KORA folgt keinem dogmatischen Skript. Das Programm orientiert sich an den tatsächlichen Herausforderungen der jeweiligen Schule, Klasse und Lerngruppe. Inhalte, Schwerpunkte und Übungen können gezielt angepasst werden — zum Beispiel bei Ausgrenzung, körperlichen Konflikten, fehlender Impulskontrolle, Unsicherheit oder Problemen im Klassenklima.
Dadurch kann KORA flexibel auf Situationen reagieren, die im Schulalltag wirklich auftreten. So entsteht kein Standardprogramm von außen, sondern ein praxisnahes Präventionsangebot, das Schulen dort unterstützt, wo der Bedarf konkret besteht.
Das Ziel: mehr Handlungssicherheit, ein respektvolleres Miteinander und ein sichereres Klassenklima.